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Was hat sich seither für den Landkreis und in ihm

verändert?

Die Veränderungen zu beschreiben wäre bücherfüllend.

Einer von vielen Punkten: Wir sind in den Mittelpunkt

gerückt, im Zentrum der Nord-Südsache Berlin/Mün­

chen und sind zugleich das Tor zu Osteuropa und den

dortigen Absatzmärkten. Wir sind deshalb in wirtschaft­

licher Hinsicht für die Logistikbranche ein hochinteres­

santer Standort geworden.

Ein weiteres einschneidendes Erlebnis für den

Landkreis und seine Nachbarn war der große

Brand im Frankenwald im August 2015, der zur Auslö-

sung des Katastrophenalarms führte. Was ist lhnen aus

dieser furchtbaren Situation am eindringlichsten im

Gedächtnis geblieben?

Der große Einsatz unserer Ehrenamtlichen und der

Zusammenhalt in der Region. Über 1.000 Einsatzkräfte

haben verhindert, dass der Katastrophenfall zur Kata­

strophe wurde. Wir haben sehr viel ehrenamtliches

Engagement, auf das wir stolz sein können. Das macht

unsere Heimat stark.

Ein besonderer Schwerpunkt lhrer Arbeit liegt auf

der Gesundheitspolitik. Was hat sich darin bislang

verändert und welche Ziele haben Sie sich gesetzt?

Erstens erweitern wir unsere hervorragenden Kliniken

HochFranken, u. a. mit einer Investition über 38 Millio­

nen Euro am Standort Naila. Die Kliniken HochFranken

genießen höchstes Vertrauen bei den Patienten und

sind mit 840 Mitarbeitern ein wichtiger Arbeitgeber.

Zweitens wollen wir ambulant und stationär - niederge­

lassene Ärzte und Kliniken - stärker miteinander vernet­

zen, so können u. a. Doppeluntersuchungen vermieden

werden. Und drittens wollen wir die Veränderungen im

Bereich der Versorgungslandschaft begleiten.

Was bedeutet Heimat für Sie und wie wollen Sie

diese Zukunft umsetzen?

Heimat heißt für mich Verbundenheit, Wohlfühlen, Lei­

denschaft. Im Landkreis Hof haben Weltmarktführer

ihren Sitz, zugleich sind wir landschaftlich besonders

reizvoll, beherbergen zwei Tourismusdestinationen.

Mein Ziel ist es, dass Stärken und Schönheit unseres

Landkreises noch bewusster wahrgenommen werden.

Das sogenannte Nord-Süd-Gefälle in Bayern ist

ein oft diskutiertes Thema. Wie steht lhrer Mei-

nung nach der Landkreis Hof in diesem Zusammenhang

da und was könnte noch verbessert werden?

Unsere Region hat sich in den vergangen Jahren positiv

entwickelt. So ist den letzten fünf Jahren die Zahl der

sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten um mehr

als 5.000 auf über 35.000 gewachsen. Unsere Arbeits­

losenquote liegt heute unter dem bayerischen Durch­

schnitt. Darüber hinaus haben wir eine hohe Industrie­

dichte in der Region.

Aber natürlich wollen wir uns weiterentwickeln. Wir wer­

den den Bereich Forschung und Entwicklung mit Hilfe

des Freistaates Bayern stärken, so etwa durch den Bau

eines Wasserinstituts an unserer Hochschule und durch

den Bau eines digitalen Gründerzentrums. Es fielen mir

noch sehr viele weitere Wünsche ein, aber wir sind in

vielen Punkten in guten Gesprächen mit dem Freistaat

Bayern.

Der Landkreis hat unglaublich viele schöne Ecken

und tolle Gemeinden. Was macht Sie besonders

stolz, wenn Sie an lhre Heimat denken? 

Die Menschen. Fleißig, motiviert, Herausforderungen

annehmend und dennoch zurückhaltend. Einfach liebens-

wert.

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Startschuss für das GRÜNE ZENTRUM in Münchberg.

(v.l.n.r.) Gerhard Böhner vom Maschinenring Münchberg,

Staatsminister Dr. Markus Söder und Landrat Dr. Oliver Bär

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