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Coutances/Frankreich

Mit seinen 13 000 Einwohnern liegt

Coutances im Westen der Norman-

die und wird von der Kathedrale

Notre Dame beherrscht, die sich

hoch über den Häusern der alten

Bischofsstadt auf einem Hügel er-

hebt. Im gotischen Stil erbaut, ist sie

ein einzigartiges Meisterwerk der

Architektur, das durch die Ausgewogenheit der Proportionen

und die Reinheit der Linien besticht. Sehenswert sind weiter-

hin die Kirchen St. Pierre und St. Nicolas, sowie das Rathaus und

das Museum mit Gemälden, Bildhauerarbeiten und normanni-

scher Keramik. Der Stadtpark mit seinen italienisch angelegten

Terrassen, den französisch gestalteten Blumenbeeten und den

im englischen Stil angepfanzten Baumgruppen begeistert alle

Besucher, vor allem, wenn ihm Beleuchtung und Musik bei Ein-

bruch der Nacht etwas Mystisches verleihen. Am 18. Juni 1983

unterzeichneten die Bürgermeister die Partnerschaftsurkunde.

Wimborne/England

Ochsenfurts zweite Städtepartner-

schaft wurde am 12. November 1989

besiegelt. Wimborne Minster hat

etwa 7 000 Einwohner und liegt im

Bezirk Dorset nordwestlich von Bour-

nemouth. Berühmt ist die Stadt für

ihre Münster-Kirche, die hoch über

die Giebel der anderen Häuser hi-

nausragt. Ihr Reiz – gerade auch für

Touristen – liegt in den winkligen, alten Straßen, den mit Stroh

gedeckten „Farmhouses“ und den vielen Kunstgewerbebetrie-

ben. Die schriftlich fixierte Geschichte reicht ins 8. Jahrhundert

zurück, als dort ein Benediktinerinnenkloster gegründet wurde.

St. Bonifatius ernannte 30 Missionarinnen, die ihm helfen soll-

ten, in Deutschland das Christentum zu verbreiten. Darunter

die heilige Thekla, die sich um 750 im Kloster in Kleinochsenfurt

aufhielt.

Colditz/Sachsen

Die 253 Kilometer von Ochsenfurt

entfernte Kleinstadt in Mittelsachsen

mit ihren 7 000 Einwohnern liegt zu

beiden Seiten der Zwickauer Mulde.

Von der 725-jährigen Geschichte

zeugt beispielsweise der histori-

sche Stadtkern mit dem Renaissan-

ce-Rathaus. Das Schloss Colditz ist

das Wahrzeichen der Stadt. Diese geschichtsträchtige Stätte

wird von vielen Touristen, vor allem aus dem angelsächsischen

Raum besucht, da sie im 2. Weltkrieg ein Kriegsgefangenenlager

für alliierte Offiziere war. Eine Ausstellung, die den zahlreichen

Fluchtversuchen gewidmet ist, kann man im Schlossmuse-

um bewundern. Sehenswert sind weiterhin das Museum der

Stadt Colditz, sowie auch die Stadtkirche St. Egidien und das

Johann-David-Köhler-Haus, der Heimatturm und der Tiergarten

mit dem Waldbad. Die Städtepartnerschaft besteht seit dem 3.

Oktober 1990.

Bibbiena/Italien

Das kleine, aber lebendige Städt-

chen Bibbiena liegt etwa 60 Ki-

lometer östlich von Florenz und

ist mit seinen 12 000 Einwohnern

zugleich wirtschaftliches Zentrum

des Casentino-Tals. Als Kunstzen-

trum ist Bibbiena in Italien bereits

bekannt, jedoch außerhalb immer

noch ein Geheimtipp. Sehr schön

ist beispielsweise die Besichtigung der pittoresken Wallfahrts-

kirche Santa Maria del Sasso aus dem Jahr 1495, in der auf ei-

nem Felsen das prachtvolle Fresko der Madonna del Sasso von

Bicci di Lorenzo steht. Neben dieser Kirche sind auch noch die

Kirchen San Lorenzo, Sant‘Ippolito und San Matteo in Terrosso-

la erwähnenswert. Bibbiena und Ochsenfurt sind miteinander

durch die Via Romea verbunden. Die beiden Städte schlossen

die Partnerschaft am 14. Mai 2016 und sind somit die ersten Ge-

meinden entlang des Pilgerwegs, die eine derartige Beziehung

eingegangen sind.

Partnerstädte

Seit 1983 pflegt Ochsenfurt intensive Partnerschaften mit Städten in Deutschland, England, Frankreich und Italien.