21
Coutances/Frankreich
Mit seinen 13 000 Einwohnern liegt
Coutances im Westen der Norman-
die und wird von der Kathedrale
Notre Dame beherrscht, die sich
hoch über den Häusern der alten
Bischofsstadt auf einem Hügel er-
hebt. Im gotischen Stil erbaut, ist sie
ein einzigartiges Meisterwerk der
Architektur, das durch die Ausgewogenheit der Proportionen
und die Reinheit der Linien besticht. Sehenswert sind weiter-
hin die Kirchen St. Pierre und St. Nicolas, sowie das Rathaus und
das Museum mit Gemälden, Bildhauerarbeiten und normanni-
scher Keramik. Der Stadtpark mit seinen italienisch angelegten
Terrassen, den französisch gestalteten Blumenbeeten und den
im englischen Stil angepfanzten Baumgruppen begeistert alle
Besucher, vor allem, wenn ihm Beleuchtung und Musik bei Ein-
bruch der Nacht etwas Mystisches verleihen. Am 18. Juni 1983
unterzeichneten die Bürgermeister die Partnerschaftsurkunde.
Wimborne/England
Ochsenfurts zweite Städtepartner-
schaft wurde am 12. November 1989
besiegelt. Wimborne Minster hat
etwa 7 000 Einwohner und liegt im
Bezirk Dorset nordwestlich von Bour-
nemouth. Berühmt ist die Stadt für
ihre Münster-Kirche, die hoch über
die Giebel der anderen Häuser hi-
nausragt. Ihr Reiz – gerade auch für
Touristen – liegt in den winkligen, alten Straßen, den mit Stroh
gedeckten „Farmhouses“ und den vielen Kunstgewerbebetrie-
ben. Die schriftlich fixierte Geschichte reicht ins 8. Jahrhundert
zurück, als dort ein Benediktinerinnenkloster gegründet wurde.
St. Bonifatius ernannte 30 Missionarinnen, die ihm helfen soll-
ten, in Deutschland das Christentum zu verbreiten. Darunter
die heilige Thekla, die sich um 750 im Kloster in Kleinochsenfurt
aufhielt.
Colditz/Sachsen
Die 253 Kilometer von Ochsenfurt
entfernte Kleinstadt in Mittelsachsen
mit ihren 7 000 Einwohnern liegt zu
beiden Seiten der Zwickauer Mulde.
Von der 725-jährigen Geschichte
zeugt beispielsweise der histori-
sche Stadtkern mit dem Renaissan-
ce-Rathaus. Das Schloss Colditz ist
das Wahrzeichen der Stadt. Diese geschichtsträchtige Stätte
wird von vielen Touristen, vor allem aus dem angelsächsischen
Raum besucht, da sie im 2. Weltkrieg ein Kriegsgefangenenlager
für alliierte Offiziere war. Eine Ausstellung, die den zahlreichen
Fluchtversuchen gewidmet ist, kann man im Schlossmuse-
um bewundern. Sehenswert sind weiterhin das Museum der
Stadt Colditz, sowie auch die Stadtkirche St. Egidien und das
Johann-David-Köhler-Haus, der Heimatturm und der Tiergarten
mit dem Waldbad. Die Städtepartnerschaft besteht seit dem 3.
Oktober 1990.
Bibbiena/Italien
Das kleine, aber lebendige Städt-
chen Bibbiena liegt etwa 60 Ki-
lometer östlich von Florenz und
ist mit seinen 12 000 Einwohnern
zugleich wirtschaftliches Zentrum
des Casentino-Tals. Als Kunstzen-
trum ist Bibbiena in Italien bereits
bekannt, jedoch außerhalb immer
noch ein Geheimtipp. Sehr schön
ist beispielsweise die Besichtigung der pittoresken Wallfahrts-
kirche Santa Maria del Sasso aus dem Jahr 1495, in der auf ei-
nem Felsen das prachtvolle Fresko der Madonna del Sasso von
Bicci di Lorenzo steht. Neben dieser Kirche sind auch noch die
Kirchen San Lorenzo, Sant‘Ippolito und San Matteo in Terrosso-
la erwähnenswert. Bibbiena und Ochsenfurt sind miteinander
durch die Via Romea verbunden. Die beiden Städte schlossen
die Partnerschaft am 14. Mai 2016 und sind somit die ersten Ge-
meinden entlang des Pilgerwegs, die eine derartige Beziehung
eingegangen sind.
Partnerstädte
Seit 1983 pflegt Ochsenfurt intensive Partnerschaften mit Städten in Deutschland, England, Frankreich und Italien.




