Background Image
Table of Contents Table of Contents
Previous Page  59 / 84 Next Page
Basic version Information
Show Menu
Previous Page 59 / 84 Next Page
Page Background

57

Pulverturm

Wie der Name schon sagt, lagerte hier das Pulver der Stadt. Der

Turm diente jedoch nicht nur als Verteidigung, sondern wurde

auch während des 7-jährigen Krieges als Gefängnis genutzt. Die

hier Eingesperrten erhielten ihr Essen über eine Drehvorrichtung,

welche auch heute im Ansatz links vom Einsatz zu sehen ist.

Oberer Turm

Alten Quellen zufolge soll sich im Turmknopfe eine Pergament-

rolle in einer bleiernen Kapsel befinden, die von der teilweisen

Zerstörung des Turms nach einem Blitzschlag berichtet. Klau-

ensteine an der Außenstelle weisen darauf hin, dass der 1397

erbaute Turm in früheren Zeiten ein Fallgatter aufwies.

Bollwerk und Taubenturm

Ursprünglich verband eine Stadtmauer das Schlössle mit dem

Bollwerk, doch der Bau der Bahn trennte diese Verbindung. Die

mittelalterliche Befestigungsanlage zeigt neben der Wehrhaf-

tigkeit der Stadt auch, dass diese Art der Gebäude ästhetisch

schön gebaut wurde. Zwischen Bollwerk und Taubenturm be-

finden sich eine stilgetreue Freilichtschmiede und das Frauen-

denkmal.

Das Neue Rathaus

Das Neue Rathaus von Ochsenfurt bildet mit dem Lanzentürm-

chen ein Wahrzeichen der Stadt. Gemeißelt über dem Rathaus

steht die Jahreszahl 1497, fertiggestellt wurde das Gebäu-

de jedoch erst 1513 und zwei Jahre später bereits erweitert.

Unterhalb der Rathaustreppe befindet sich das sogenannte

Narrenhäuschen und im Gebäude der historische Sitzungssaal

mit einem großen Ölgemälde des Jüngsten Gerichts und dem

Kauzenbecher.

Das Alte Rathaus

Eine Besonderheit Ochsenfurts ist, dass die Stadt in ihren Mauern

gleich zwei Rathäuser birgt, die nur kurz nacheinander entstan-

den sind. Das Neue Rathaus diente schon immer der Verwal-

tung, während das „Alte Rathaus“ als Gerichtssitz, als Kaufhaus

sowie als Lager diente. Am Alten Rathaus sieht man bis heute

die Reste des Ochsenfurter Prangers. 1948 wurde die „Städtische

Volksbücherei“ in einem Raum des Neuen Rathauses eröffnet.

Schnell nahm die Leserzahl sowie die Bestände zu, sodass die

Bibliothek zunächst in die Hauptstraße 39 und 1982 schließlich

in das Alte Rathaus umzog. Außerdem beherbergen die Räum-

lichkeiten die Sonderausstellungen zu den Scherenschnitten

der Irmingard von Freyberg, sowie die Knittel Fotoausstellung.

Altes Rathaus

Pulverturm

Unten: Oberes Tor

Taubenturm

unten: neues Rathaus